Veranstaltungsreihe zu psychischen Erkrankungen

2010 haben wir das Veranstaltungsformat "reden! statt schweigen" ins Leben gerufen, um psychische Erkrankungen und damit einhergehende Aspekte zum Thema zu machen und den Austausch dazu zu fördern. Seither richten wir die Veranstaltung einmal jährlich im November zu einem jeweils anderen Schwerpunktthema aus.

"reden! statt schweigen" 2022

Wo ist die Grenze?
Machtgefälle und Missbrauch in helfenden Berufen

07. November 2022 | Kulturfabrik Kampnagel
Geladene Veranstaltung / Anmeldung erforderlich

Wenn wir professionelle Hilfe aufsuchen, sowohl bei körperlichen als auch bei psychischen Beschwerden, dann meist aus dem Grund, dass wir selbst nicht in der Lage sind, unseren Zustand zu verbessern. 

In allen daraus resultierenden Betreuungs-/Beratungs- oder Therapiesituationen liegt eine Asymmetrie der Beziehung vor, die mit einer Hilfsbedürftigkeit und Abhängigkeit des*r Behandelten und damit einem Machtgefälle einhergehen. Wenn eine unterstützende oder behandelnde Person diesen professionellen Kontext verlässt und diese Situation missbraucht, um eigene persönliche Bedürfnisse zu befriedigen, wird die Grenze überschritten! 

Auf unserer diesjährigen Veranstaltung werden wir Grenzverletzungen aufzeigen und hierbei besonders die Beziehungsarbeit in helfenden Berufen in den Blick nehmen.

Grenzverletzungen treten in vielen Nuancen auf. Sexueller Missbrauch gehört zum schwersten Vergehen und ist strafrechtlich relevant. Wie kann es soweit kommen? Wo fangen Grenzverletzungen bereits im Kleinen an? Was berichten Personen, die Grenzverletzungen erlebt haben? Welche Reglementierungen und Standards gibt es seitens Berufsgruppen und Politik, um Grenzverletzungen vorzubeugen? Und reicht das aus?

Programm & Gesprächsgäste
Freuen Sie sich mit uns auf folgende Programmpunkte und Gesprächsgäste:

  • Vortrag: "Grenzen und Grenzverletzungen: Professionelle Beziehungen und Patient*innensicherheit in der Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen"
    Dr. med. Andrea Schleu
    Vorsitzende und Beraterin „Ethikverein e.V. – Ethik in der Psychotherapie“;
    Fachärztin für Psychotherapeutische und Innere Medizin, Psychoanalyse (DGPT, IPD), EMDR (EMDRIA), Spezielle Psychotraumatologie (DeGPT), Supervision (DGSv);
    Autorin u.a. von "Umgang mit Grenzverletzung – Professionelle Standards und ethische Fragen in der Psychotherapie" (2021, Springer)
  • Lesung mit Dagmar Berghoff
    Erfahrungsberichte von Betroffenen
  • Podiumsrunde mit:
    Dr. Melanie Leonhard (Sozialsenatorin, Hamburg)
    Dr. Andrea Schleu

Als Moderator wird Burkhard Plemper (Journalist, Soziologe) durch die Veranstaltung fürhren.

Die Veranstaltung wird auf Video aufgenommen und im Nachgang hier auf der Website und auf unserem YouTube-Kanal veröffentlicht.

Erfahrungsberichte für Lesung gesucht!

Auf der Veranstaltung möchten wir im Rahmen einer Lesung die Perspektive von betroffenen Personen in den Fokus stellen, um das Thema umfassender zu beleuchten und dafür zu sensibilisieren. 

Sie haben in einem Beratung-/Betreuungs- oder Therapieverhältnis Grenzverletzungen erlebt und möchten Ihre Gedanken und Erfahrungen mit uns und anderen teilen? Dann schreiben Sie uns. 

Von allen Einsendungen wählen wir in der Regel zwei Texte aus, die auf der Veranstaltung am 07. November von der ehemaligen Tagesschau-Sprecherin Dagmar Berghoff vorgetragen werden. 

Ein Video von der gesamten Veranstaltung (inkl. Lesung) werden wir im Nachgang auf unserer Website und unserem YouTube-Kanal veröffentlichen. Die auf der Veranstaltung vorgetragenen Erfahrungsberichte werden im Nachgang auch als Text auf unserer Website veröffentlichen und Passagen daraus eventuell auf unseren Social Media-Kanälen (Facebook, Instagram).

Die Veröffentlichung kann natürlich auf Wunsch anonym erfolgen.

Wenn Sie einen Erfahrungsbericht einreichen möchten, dann beachten Sie bitte:

  • Textumfang: ca. 4500 Zeichen (inkl. Leerzeichen)
  • Einsendeschluss: 15. August 2022 an hendrikje.seidler@sfo.hamburg
  • Beiträge mit radikalen Abwertungen von Personen und Institutionen werden nicht in der Auswahl berücksichtigt 

Dabei sein!

Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich, wozu wir in der Regel im September die Einladungen versenden. Wenn Sie eine Einladung erhalten möchten, dann nehmen wir Sie gerne in unseren Einladungsverteiler auf. Bitte füllen Sie dazu dieses Dokument aus und senden Sie es per E-Mail an uns zurück.

Gemeinsam fördern & unterstützen

"reden! statt schweigen" ist ein spendenfinanziertes Projekt der Stiftung Freundeskreis Ochsenzoll. Wir danken all unseren Unterstützern! Die Kulturfabrik Kampnagel stellt uns bspw. die Räumlichkeiten seit jeher kostenfrei zur Verfügung und alle Referent*innen, Entertainer und Moderator*innen treten honorarfrei bei uns auf.

Die Erlöse aus der Tombola, deren Gewinne von lokalen Unternehmen gespendet werden, sowie Spenden auf und im Vorfeld der Veranstaltung kommen unseren spendenfinanzierten Projekten für Kinder psychisch kranker Eltern zugute. Mehr über unsere Spendenprojekte und Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie hier

Hendrikje Seidler
Unternehmenskommunikation

Stiftung Freundeskreis Ochsenzoll

Fuhlsbütteler Damm 83 - 85
22335 Hamburg
Tel.: 040  53 32 28 - 14 09
E-Mail 

Spendenkonto

Bank für Sozialwirtschaft
IBAN:
DE48 2512 0510 0008 4765 01

V
erwendungszweck: Stiftungsinitiative

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